Wie werden die individuell zugeschnittenen Abschlussinformationen erzeugt und bereitgestellt?

 

Nach Beantwortung der letzten Fragen erhalten die Nutzerinnen und Nutzer durch eine Filterfunktion auf sie zugeschnittene Materialien, die sie direkt für die Fortschreibung ihres Medienkonzepts nutzen können. Die Anwendung stellt dafür ein individualisiertes, klappbares Inhaltsverzeichnis zur Verfügung, das die Informationen übersichtlich strukturiert. Der Link zu diesen Informationen kann gespeichert und dauerhaft abgerufen werden. Darüber hinaus werden Vorlagen zur formellen Standardisierung sowie Angaben zur Literatur und zu Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aufgeführt. Wenn gewünscht, können sämtliche Ausführungen des Konzept-O-Mats heruntergeladen werden. Der Download erfolgt als Sammeldokument.

Bei der Erstellung aller Materialien stützt sich das Euregionale Zentrum für digitale Bildung nicht nur auf seine eigene Expertise als zentrale Fachstelle für digitale Bildung, sondern auch auf offizielle Empfehlungen und dergleichen. Die zugrunde gelegten Dokumente sind öffentlich zugänglich und dem Quellenverzeichnis zu entnehmen. Zwar wurde im ersten Schritt testweise eine PersonalGPT zur Zusammenstellung relevanter Informationen eingesetzt. In den nächsten Schritten zeigte sich jedoch schnell, dass auch eine textgenerierende KI die fachliche Komplexität zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausreichend erfassen und auf das Wesentliche reduzieren kann. Folglich wurden alle Inhalte zu 100 % vom Euregionalen Zentrum für digitale Bildung verfasst und von Mitarbeitenden der Bezirksregierung Köln sowie von Medienberatenden des Landes (Region Aachen) überprüft.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Medienkompetenzrahmen NRW in Nordrhein-Westfalen das verbindliche Instrument ist, um Medienbildung nachhaltig im Fachunterricht zu implementieren. Einige Fragen im Konzept-O-Mat beziehen sich daher explizit auf dieses Instrument. Schulen aus anderen Bundesländern und Ostbelgien müssen bei der Auswertung die Materialien und Hinweise zum Medienkompetenzrahmen NRW durch die Materialien und Hinweise ihres eigenen Instruments ersetzen.

Während der Medienkompetenzrahmen das Lernen über Medien in seiner Breite abdeckt, beinhaltet ein Medienkonzept darüber hinaus Konzepte für das Lernen mit Medien. Das meint fachlich-inhaltliche Kontexte, die in digital aufbereiteten Lehr-Lernszenarien insbesondere den Aufbau der sogenannten Zukunftskompetenzen (4K) in den Blick nehmen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler nach dem Verlassen einer Bildungseinrichtung die verlangten Medienkompetenzen garantiert vermittelt bekommen haben.

Die durch die Anwendung generierten Informationen und aufgeführten Materialien dienen ganz allgemein nur als Inspiration und Empfehlung. Ob und inwiefern diese anschließend in das schulinterne Medienkonzept eingebunden werden, obliegt jeder Schule selbst.

Auch für frühkindliche und außerschulische Bildungseinrichtungen, die ein eigenes Medienkonzept erstellen bzw. fortschreiben möchten, kann die Anwendung wichtige Impulse liefern. Sie ist allerdings nicht explizit auf diese Zielgruppen ausgerichtet und müsste an entsprechenden Stellen selbstständig – oder in Beratung, beispielsweise durch das Euregionale Zentrum für digitale Bildung – angepasst werden.